#53 Umgang mit depressiven Menschen

Shownotes

Was wäre, wenn wir bei Depressionen nicht nur auf die Betroffenen schauen – sondern auch auf die Menschen, die sie begleiten? In dieser Folge spricht Business Coach Melanie Bödecker über den Umgang mit depressiven Menschen und darüber, wie wichtig es ist, psychische Erkrankungen aus der Tabuzone zu holen. Ausgehend von einem persönlichen Gespräch mit einem alten Bekannten zeigt sie, wie belastend es auch für Angehörige sein kann, über längere Zeit zu unterstützen, zu halten und mitzutragen. Dabei geht es nicht darum, schnelle Lösungen zu liefern, sondern um Aufmerksamkeit, Offenheit und die Frage: Wie geht es eigentlich dir damit? Melanie erinnert daran, dass Depressionen uns alle treffen können, dass frühe Hilfe wichtig ist – und dass auch Angehörige Unterstützung brauchen dürfen. Zum Abschluss lädt eine ruhige Atem-Meditation dazu ein, wieder bei sich selbst anzukommen.

🎧 Ideal für alle, die mit psychischen Belastungen im Umfeld zu tun haben, Angehörige besser verstehen möchten oder sich einen achtvollen Impuls zu echter Zugewandtheit wünschen.

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Transkript anzeigen

00:00:03: Mein Thema heute, Umgang mit depressiven Menschen.

00:00:26: Letztens habe ich mit einem alten Bekannten telefoniert den ich aus dem Business Kontext kenne Und wir haben uns zu gegenseitig so ein Update gegeben und er meinte, ja, er hätte schon eine sehr herausfordernde Zeit.

00:00:41: Denn in den letzten zweieinhalb drei Jahren ist seine Frau an Depressionen erkrankt.

00:00:49: Er hatte viel damit zu tun sie zu unterstützen und das alles in die Reihe zu kriegen.

00:00:57: Ich sagte, krass kann ich mir vorstellen es auf jeden Fall energetisch herausfordernd Ja.

00:01:03: und er sagt dann noch, er geht da ganz offen mit um.

00:01:05: Er will das gar nicht in so eine Tabu-Ecke schieben sondern will auch dass seine Kunden und seine Kollegen wissen wie es bei ihm gerade so aussieht?

00:01:18: Und dann sage ich ja da spricht er mir quasi aus der Seele denn auch ich habe in meinem beruflichen Kontext immer ein kleines Fähnchen dabei, was ich ja winke für psychische Erkrankungen und raus aus der Tabuzone.

00:01:34: Damit wir viel mehr davon erfahren und besser darauf Rücksicht nehmen können und achten können und uns auch klar sind darüber dass es uns alle treffen kann Dass keiner davor gefeit ist und das wir dann auch wissen sollten wie gehen wir damit um?

00:01:54: und zusätzlich, dass je eher man sich Hilfe holt.

00:01:58: Man da meist auch schneller durch

00:02:00: ist.".

00:02:01: Und er sagte ja das kann er auch nachvollziehen.

00:02:03: Er hätte auch bei sich selbst gemerkt.

00:02:06: Er hatte ja vor etlichen Jahren auch mal so eine Tiefphase gehabt.

00:02:10: mit den Augen von heute würde schon sagen, er sieht da auch bei dich ein Burnout oder auch eine Depression damals.

00:02:16: also so gut ist es nicht gelaufen.

00:02:20: Er hätte sich damals irgendwie keine Hilfe geholt, aber es wäre schon angebracht gewesen.

00:02:26: Und dann fragte ich ihn nicht so ja... Wie geht's dir denn eigentlich damit?

00:02:31: Also zweieinhalb bis drei Jahre ist ja auch eine lange Zeit.

00:02:36: Hast du dir selber auch Hilfe gehult als Angehöriger?

00:02:39: und er sagte dann so ein bisschen schnell.

00:02:41: Ein Freund von ihm wär auch Psychologer mit dem wird da viele gute Gespräche führen, aber sonst so richtig Hilfe hat er sich noch nicht geholt.

00:02:50: Und dann sagte er, Melanie alle fragen immer nach meiner Frau.

00:02:56: Du bist wirklich die Erste und Einzige, die irgendwann in der Zeit mal nach mir gefragt hat.

00:03:04: Das gibt mir wirklich zu denken!

00:03:08: Und ich sagte, naja gut, ah, ich kenne ja deine Frau persönlich gar nicht?

00:03:13: Und du bist ja jetzt hier... Ich will ja wissen wie geht's dir

00:03:18: damit?!

00:03:20: Alles andere ist ja jetzt weder in diesem Gespräch noch im meinem Zugriff.

00:03:26: Deswegen die Frage und ich kann mir gut vorstellen, dass das zehrend ist.

00:03:31: Denn Menschen mit Depressionen können in der depressiven Phase so gut wie nicht zurückgeben.

00:03:39: Die haben da keine Körnchen.

00:03:42: Da gibt es auch ganz viele Studien was da während zu einer Phase abgeht aber dann nicht.

00:03:51: Und das muss man halt auch aushalten, deswegen frühzeitig holt euch Hilfe!

00:04:03: Löse dich von dem heutigen Thema und komm immer mehr bei dir an.

00:04:13: Schließe nun sanft deine Augen und richte deine Aufmerksamkeit nach innen.

00:04:34: Wachte sanft Deine Atmung.

00:04:53: Einatmen ausatmen Nichts weiter tun, nur spüren.

00:05:03: Wie dein Atem dich atmet.

00:05:06: Ein Hauer ein Rhythmus ein Leben Einatmen ausatmen.

00:05:55: Manchmal ist unser Geist so unruhig dass wir es nicht schaffen unseren Fokus auf unsere Atmung zu halten.

00:06:10: das is gar nicht schlimm.

00:06:15: manchmal Klappt es nicht und dann haben wir trotzdem acht Minuten Dille gesessen.

00:06:26: Acht Minuten ganz für uns Einatmen, ausatmen.

00:07:02: Mit jedem Atemzug kommst du langsam zurück.

00:07:07: Öffne deine Augen wenn es sich richtig anfühlt Und vielleicht schaust Du heute mal drauf mit wem sprichst Du?

00:07:21: Über was?

00:07:23: Und gibt es auch Momente, wo du dein Gegenüber mit dem Du gerade sprichst wirklich berühren kannst.

00:07:33: Oder sind wir immer im Außen – immer bei Analoidsgeschichten, immer bei Geschichten auf die wir überhaupt keinen Zugriff haben.

00:07:44: Mach's gut und bleib acht!

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