#55 Im Gespräch mit Pia Scherer | Sportwissenschaftlerin und Immobilien
Shownotes
Was wäre, wenn Abgrenzung nicht bedeutet, weniger mit Menschen zu fühlen – sondern gesünder mit ihnen zu arbeiten? In dieser Folge spricht Business Coach Melanie Bödecker mit Pia Scherer, Sportwissenschaftlerin in der Sporttherapie und nebenbei tätig im Immobilienbereich. Pia erzählt von ihrem Weg in die Sporttherapie, vom Kontrast zwischen intensiver Arbeit mit Menschen und ruhiger Büroarbeit – und davon, wie viel Energie echter Kontakt manchmal braucht. Es geht um körperliche Beschwerden, die oft nicht nur mit Arbeit, sondern mit dem ganzen Leben zusammenhängen, um den Umgang mit den Problemen anderer Menschen und um die wichtige Fähigkeit, mitfühlend zu bleiben, ohne die Schmerzen anderer selbst zu übernehmen. Außerdem spricht Pia darüber, warum sie keinen Sinn im Lästern sieht – und wie daraus eine Haltung von Klarheit, Respekt und innerem Frieden entsteht.
🎧 Ideal für alle, die viel mit Menschen arbeiten, ihre eigene Abgrenzungsenergie stärken möchten und sich einen ehrlichen Impuls zu Empathie, Selbstschutz und friedlichem Miteinander wünschen.
🔗 Mehr Impulse auf: http://www.melanieboedecker.de 📲 Folge dem Podcast & teile die Folge mit Menschen, die einen Business-Atemzug gebrauchen können.
Und Sterne, Abo, Glocke etc. Du weißt schon - und gerne Feedback - lieben Dank dafür
Transkript anzeigen
00:00:03: Acht voll, dein täglicher Business-Atemzug.
00:00:11: Acht volle Minuten Inspiration durch Meditation von und mit Business Coach Melanie Bödeker Im Gespräch mit
00:00:21: Pia Scherer.
00:00:22: Hallo Pia!
00:00:23: Hallo Melanie
00:00:24: Hi wer bist du?
00:00:25: was machst Du?
00:00:26: Ich bin gelernt Sportwissenschaftlerin arbeite in der Sporttherapie in einer Physiopraxis und zehn Stunden die Woche im Immobilienbüro
00:00:37: Immobilienbrot.
00:00:38: Das ist ja irgendwie ganz schöner Kontrast von Sport zu Immobilie, oder?
00:00:42: Ja auf jeden Fall!
00:00:43: Wie
00:00:43: bist du damals so aufs Sport gekommen?
00:00:45: Also es war immer die Frage.
00:00:47: der einzige Tipp den man dann als junger Mensch kriegt ist welche Schulfächer haben dir Spaß gemacht?
00:00:52: das waren Sport und Kunst.
00:00:55: Dann habe ich erst überlegt ob ich kund studieren soll und hab da auch Bewerbungsphase durchgemacht und so wurde zum glück nicht angenommen.
00:01:02: Und das zweite war dann sport und dann habe ich das durchgezogen.
00:01:06: Wir treiben ja auch zusammen Sport.
00:01:08: Zum Glück?
00:01:10: Ja, danke!
00:01:11: Was sind Inhalte von deiner sportlichen Tätigkeit?
00:01:14: Das ist so ganz klasse Sporttherapie.
00:01:17: das heißt ich habe eine Stunde Zeit mit einem Patienten der zu mir kommt, der ein spezifisches meist orthopädisches Problem hat und dann versuchen wir die besten Übungen für den zu finden, die ihm weiterhelfen dass er gesundet fit ist seine sportliche Ziele erreichen kann schmerzfrei wird je nachdem Wo das Problem ist.
00:01:36: Ich mag ja gerne mich mit Menschen unterhalten, wenn es darum geht wie anstrengend werden Jobs und ich ahne dass du mit Menschen zu tun hast wo auch die Jobs Anstrengender werden.
00:01:50: isst er so?
00:01:51: Also ich habe durch meinen Job erst mal festgestellt, dass es überhaupt Menschen gibt, die mich anstrecken.
00:01:56: Vorher wusste ich das gar nicht aber ich eigentlich mit vielen Menschen gut zurechtkomme und da hab ich das erste Mal die Erfahrung gemacht wenige Menschen gibt,
00:02:04: wo ich
00:02:05: das Gefühl habe, ich komme nicht an die Rande und wir kumpf.
00:02:08: Das läuft gar nicht zusammen aber es sind zum Glück sehr wenige.
00:02:12: deshalb hab' ich dieses Anstrengungsgefühl nicht so oft auf der Arbeit zum Glück.
00:02:16: Okay wenn du mit den Menschen arbeitest und dem Menschen die zu dir kommen hast du das Gefühl dass sie durch ihre Arbeit angestrengt sind?
00:02:23: Und deswegen zu dir kommt.
00:02:26: Ich würde sagen das Leben ist zu komplex um das nur auf die Arbeit reduzieren zu können.
00:02:32: Also klar gibt es Ausnahmefälle, wo es jetzt irgendwie starke körperliche Beanspruchungen gibt die dann so einseitig sind.
00:02:40: Dass das eindeutig zurückzuführen ist zu dem Problem aber zu einem großen und ganzen würde ich eher sagen dass du so vielleicht der Hauptstressfaktor im Leben ist er eher dazu führt dass sie Probleme kriegen und ob das jetzt die Arbeit ist oder ob das das Familienleben ist oder irgendwas anderes das ist sehr unterschiedlich.
00:03:00: Und dann hast du dieses Sportding gemacht, quasi.
00:03:03: Und dann bist du irgendwie in die Immobilienbranche?
00:03:08: Ja das ging los im Corona weil meine Frauen dich festgestellt haben dass wir noch gar nichts für unsere Altersvorsorge getan haben.
00:03:16: und dann haben wir versucht uns schlau zu machen was denn so das Intelligenteste wäre wo man das bisschen Geld was man übrig hat reintun kann.
00:03:24: und dann sind wir auf Immobilie gekommen und haben uns da sehr gebildet und viel gelernt.
00:03:30: Und ich dachte, das ist einfach eine gute Möglichkeit.
00:03:32: Weil ich noch Zeit übrig hatte um an dem Thema dran zu bleiben und weiter zu lernen und dann bin ich da gelandet.
00:03:39: Ja... Wie ist so der Kontrast?
00:03:43: Also wie gehst du mit diesem Kontrast um?
00:03:46: Der Hauptkontrast ist erst mal wenn ich ins Büro gehe, dann ist es eher so fast Me-Time-Beweidnis zur Praxisarbeit weil in der Praxis bin ich eben viel Muss ich in Kontakt mit Menschen sein?
00:04:02: Also es ist halt auch die Aufgabe in dem Job.
00:04:04: Und im Büro kann ich das, aber ich muss das nicht und das ist erstmal so eine interessante Erfahrung zu merken diesen Unterschied.
00:04:14: Ich merke auch dass ich eigentlich den Kontakt mit den Menschen lieber mag, aber dass es auch Energie braucht.
00:04:22: Das ist schon so... Eigentlich die perfekte Abwechslung.
00:04:26: So fünfzehn-zwanzig Stunden die Woche und zehn Stunden die Woche so entspannt am Computer einfach nur Zahlen hin- und herschieben.
00:04:35: Was ist dir denn so aufgefallen im Umgang mit den Energien, mit Menschen?
00:04:41: Ich würde sagen ich habe da glaube ich schon einen so Entwicklungsprozess durchgemacht.
00:04:45: Bin jetzt seit... ...zwei tausend neunzehn in der Physiopraxis Und ich habe aber gemerkt dass gerade am Anfang dass ich mich sehr krass mit den Problemen der anderen Menschen identifiziert habe.
00:04:58: Dass das so, dass ich erst mal lernen musste, mich abzugrenzen und zu merken, wo endet deren Problem?
00:05:06: Und dass das nichts mit mir zu tun hat, dass sich denen helfen kann ohne das so eng an mich rankommen zu lassen.
00:05:13: Also es ging teilweise soweit, wenn jemand Rückenschmerzen hatte und zu mir kam, dass eine Woche später auch Rückenschmärzen bekommen habe.
00:05:22: Das war wirklich auf dieser Ebene... passiert ist und mittlerweile kann ich das viel besser, dass ich den Mensch sehe.
00:05:29: Dass ich den Ernst nehme, dass sich sein Problem sehe aber dass ich mich so davon distanzieren kann, dass es mir nicht schadet.
00:05:37: Spannend!
00:05:38: Ich nenne das immer Abgrenzungsenergie die man aufbauen muss.
00:05:41: Ja spannend, dass man das auch lernen kann also wenn man das reflektiert natürlich sonst läuft man mit den anderen Schmerzen herum.
00:05:49: Habe ich von meiner Frau gelernt?
00:05:52: Ich habe von dir eine Aussage mal verinnerlicht, die ich heute noch feier und die mich wirklich zum Nachdenken gebracht hat.
00:06:00: Und wo ich denke, ah, ich hab mir ein bisschen den Schuh angezogen... ...ich weiß gar nicht ob du dich daran erinnertst aber ich habe mal so festgestellt dass wenn wir in der Klicke gequatscht haben man ja auch mal das einen oder andere nicht so ganz freundliche über andere Menschen gesagt hat.
00:06:18: Und ich hab dann irgendwann gesagt, hier die Pia, die lästert nie.
00:06:24: Du hast mich angeguckt und hast gesagt, ja, ich seh da auch keinen Sinn
00:06:27: drin.".
00:06:29: Das hat mich so zum Nachdenken gebracht und auch ein bisschen zum Lernen.
00:06:33: wie gehe ich eigentlich mit anderen Menschen um?
00:06:36: Wie will ich in der Welt so wahrgenommen werden dass ich dir heute noch für danken möchte?
00:06:44: Ich finde das eine spannende Einstellung!
00:06:46: Wo kriegt man die
00:06:47: her?!
00:06:48: Ich glaube, das ist ein bisschen Abwehrhaltung.
00:06:52: Weil meine Oma und meine Mama sehr viel gelästert haben über Gott und die Welt und die Nachbarn und jeden.
00:06:58: Und ich das ganz schlimm fand ... Ja, das Gefühl hatte, dass da einfach der Kontakt zu den Menschen verloren geht.
00:07:05: Das fand ich irgendwie so ... ja, unschön, dass ich dachte, das will ich nicht.
00:07:11: Ich glaube es eher so eine ... ja... bisschen Lernen aus dem was die Eltern gemacht haben.
00:07:19: mal angenommen, ich schenke dir eine Bank.
00:07:22: Und die hat so ne Plakette drauf und die kannst du dir hinstellen wo die gut stehen könnte und du darfst diese Plakete gravieren lassen.
00:07:32: Welcher Spruch würde auf deiner Bank stehen?
00:07:35: Shalom Aleche!
00:07:38: Frieden für alle
00:07:40: Sehr schön vielen Dank
00:07:42: Danke dir
00:07:44: Mach's Gut und Bleib Acht Freund.
Neuer Kommentar