#58 Im Gespräch mit Barbara Harren | Tierphysiotherapie
Shownotes
Was wäre, wenn Tiere manchmal nicht nur Begleiter sind – sondern auch Spiegel ihrer Menschen? In dieser Folge spricht Business Coach Melanie Bödecker mit Barbara Harren, selbstständige Tierphysiotherapeutin mit eigener Praxis in Kerpen. Barbara erzählt von ihrer Arbeit mit Hunden und Katzen, von Tieren nach Operationen, mit Arthrose, Rückenproblemen oder anderen körperlichen Beschwerden – und von den Menschen, die mit ihnen kommen. Es geht um die besondere Verbindung zwischen Mensch und Tier, um Einsamkeit, Fürsorge, Achtsamkeit und darum, wie Tiere manchmal Themen ihrer Menschen mittragen oder spiegeln. Barbara gibt Einblicke in ihren Weg von der OP-Schwester zur Tierphysiotherapeutin und erzählt, warum Physiotherapie für Tiere heute viel selbstverständlicher wird als noch vor 20 Jahren. 🎧 Ideal für alle, die mit Tieren leben, die besondere Mensch-Tier-Verbindung besser verstehen möchten oder sich einen berührenden Impuls zu Fürsorge, Wahrnehmung und achtvollem Umgang mit Mensch und Tier wünschen.
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Transkript anzeigen
00:00:03: Acht voll, dein täglicher Business-Atemzug.
00:00:11: Acht volle Minuten Inspiration durch Meditation von und mit Business Coach Melanie Bödecker In Gespräch mit
00:00:21: Barbara Harren.
00:00:22: Hallo!
00:00:23: Hallo Barbara Wer bist du?
00:00:24: Was machst du?
00:00:25: Ich bin Tier Physiotherapeutin Selbstständig mit eigener Praxis in Kärpeln.
00:00:31: Ich bin verheiratet habe zwei Kinder Und ja... Bin für das Wohl der Tiere zuständig, hauptsächlich Hunde und Katzen.
00:00:42: Bei mir geht es ja in dem Podcast ganz häufig darum wie man so achtvoll arbeiten kann.
00:00:48: du hast jetzt mit Tieren zu tun aber eben auch mit den Menschen die dazu gehören.
00:00:54: kannst du über die Jahre irgendwie was feststellen womit
00:00:59: die
00:01:00: Tiere kommen?
00:01:04: Also es kommen natürlich Tiere die brauchen mich nach Operationen Aber es kommen natürlich auch Tiere, da kommen eigentlich die Menschen fürs Gespräch.
00:01:16: Ganz viele, ganz viele Tiere, die ich behandle... Da würde es reichen wenn alle vier Wochen mal kommen die Menschen.
00:01:24: Es gibt aber so viele Menschen, die so einsam sind und die kommen zum Reden zu mir.
00:01:28: Ganz oft erzählen sie mir ihre ganzen Probleme und ja ist manchmal spannend, aber manchmal auch sehr traurig.
00:01:37: Hauptsächlich bin ich natürlich für die Tiere da.
00:01:41: Viele kommen einmal und da bräuchten es die Tiere viel, viel mehr.
00:01:46: Und die Menschen kommen aber nicht mehr weil sie entweder die Notwendigkeit nicht sehen oder das Geld dafür nicht haben.
00:01:54: Und hast du manchmal auch das Gefühl dass die Tiere den Menschen was abnehmen?
00:02:00: Ja auf alle Fälle also ganz oft wenn Menschen nicht so selbstständig sind oder sehr sehr einsam sind dann übernehmen die Tiere die Rolle vom Partner dann sind die ganz, ganz eng mit ihren Menschen.
00:02:14: Natürlich!
00:02:15: Und auch körperlich?
00:02:16: Also irgendwelche kannst du feststellen wenn jemand Rücken hat.
00:02:20: also das Tier hat Rücken und der Mensch auch oder so?
00:02:23: Genau so ist es weil Tiere nämlich ihre Menschen spiegeln.
00:02:26: Das gibt's auch tatsächlich ein ganz tolles Buch darüber.
00:02:30: Ich kann da auch aus Erfahrung sprechen.
00:02:31: meine Hündin hatte Nierenprobleme und ich habe dann quasi auch eine Nierenerkrankung oder andersrum.
00:02:40: Erst hatte ich die Nieren der Erkrankung und meine Hündin hat dann daraufhin eine Niereninsuffizienz entwickelt.
00:02:47: Ich habe das ganz oft, dass Menschen genau die Probleme haben, dass sie dann oft sagen, ach, ich hab auch das Ilyosacraldelenk auch immer rechts verklemmt und die Wunder haben es dann auch.
00:02:57: Ja schade, dass die Tiere das nicht so ganze übernehmen sondern dass da beide das haben und nicht...
00:03:02: Das stimmt ja!
00:03:04: Dass es rüber geht.
00:03:05: Wir müssen eigentlich dazu kommen dich um Tieren zu kümmern.
00:03:09: Also ursprünglich komme ich ja aus einem ganz anderen Bereich.
00:03:12: Ich bin ein OP-Schwester gewesen, habe mich immer um Menschen gekümmert und irgendwann waren die mir aber zu anstrengend tatsächlich.
00:03:23: Und ich hatte eine Hündin, die hatte schon mit sechs Jahren ganz schlimm Arthrose und dann hab' ich mir überlegt irgendwie muss sich der hier helfen können?
00:03:31: So bin ich zu dem Beruf gekommen.
00:03:34: Hab' ich zwei Jahre in einer Ausbildung gemacht und seitdem kümmere ich mich!
00:03:39: Es kommen ja die Tiere mit ganz verschiedenen Herausforderungen.
00:03:43: Hast du irgendwo eins, wo du gesagt hast oh das war tatsächlich irgendwie fast ein Fall wo du aufgegeben hast oder hättest und da hat sich ganz viel gelöst?
00:03:57: Nee aufgeben Aufgeben gibt es eigentlich nicht.
00:04:00: Wenn dann würde ich abgeben, wenn ich irgendwo nicht weiterkommen würde.
00:04:04: Es gibt natürlich... Da gibt's unzählige Beispiele mit Hunden die gekommen sind Die ganz schlimm in die Praxis gekommen sind.
00:04:12: Ich hatte einen Rottweiler neun Jahre alt.
00:04:15: Der ist ganz, ganz schlimm In die Praxis gekommen Und jetzt mal nach zehn Behandlungen Ist der fröhlich pfeifend herausgelaufen.
00:04:23: Wir waren alle total happy und stolz dass wir das leisten konnten.
00:04:27: Der Besitzer, auch der ist ich glaube noch zwei Jahre mit dem Hund gekommen.
00:04:33: Ich weiß nicht ob er die zwei Jahre gehabt hätte denn er nicht zu mir gekommen oder zu uns gekommen wäre Oder überhaupt zu einer Tierphysiotherapeutin gegangen wäre.
00:04:41: Ja warum nicht auch zu euch?
00:04:44: Ich bin ja auch von deiner Leistung hier überzeugt.
00:04:48: Danke
00:04:49: Jetzt hast du ja gerade gesagt Die Menschen wurden dir zu anstrengend.
00:04:53: Aber hast Du jetzt nicht Menschen und Oder Katze?
00:04:57: hast du jetzt nicht sogar beides?
00:05:00: Noch mehr Energie.
00:05:01: Ja, das stimmt!
00:05:03: Aber der Menschenverbindung mit dem Tier ist anders als der Mensch, der alleine operiert werden muss und Ansprüche hat oder bedürftig ist.
00:05:15: Das ist ein anderer Mensch als der Menschen, der mit einem Tier lebt oder mit seinem Tier zu mir kommt.
00:05:23: Und würdest du dir manchmal was von den Menschen wünschen, die mit ihren Tieren kommen?
00:05:27: Also so mehr machen oder mehr achtsamer sein.
00:05:31: Mit dem Tier oder mehr üben?
00:05:34: also Die menschen die zu mir kommen die sind tatsächlich Irgendwann So Konditioniert von mir dass sie wirklich sofort sehen wenn ihr tier irgendwo etwas hat wenn irgendwas klemmt oder und die die regelmäßig kommen Die üben auch und die sind auch ambitioniert.
00:05:54: Und die sind toll, die machen das.
00:06:00: Wünschen würde ich mir für alle anderen Tiere oder alle anderen Hunde, die nicht kommen können weil das Geld fehlt ja dass das da auch möglich wäre.
00:06:10: Da hat sich ja auch so der Blick gewandelt oder so über die Jahre.
00:06:14: Ich mein solange habe ich ja noch kein Hund.
00:06:16: aber Dass man Hunde und oder überhaupt Haustiere Früher einfach so als Begleiter gesehen hat, aber gar nicht dass die ja mit ihren Bedürfnissen und mit ihren Herausforderungen genauso da sind.
00:06:31: Und dann auch noch weniger sprechen können.
00:06:33: Das hat sich tatsächlich gewandelt.
00:06:35: es gibt immer noch genug an dem.
00:06:39: man muss jetzt erstmal von den Tierärzten ausgehen weil Tierärzte überweisen hier ganz viel.
00:06:44: Da hat sich ganz viel getan, weil die ganzen häufig die jüngeren Tierärzte überweisen schon eher zur Physiotherapie.
00:06:50: Es gibt immer noch so alte Knetterer, die das nicht tun.
00:06:54: Das ist dann schade für die Hunde!
00:06:56: Aber es ist schon ein Wandel passiert.
00:06:57: Definitiv vor zwanzig Jahren ist niemand mit seinem Hund zum Physiotherapeutin gegangen.
00:07:03: Barbara mal angenommen?
00:07:04: Ich schenke dir eine Bank Und da ist so eine Plakette drauf, die steht da für Wandersleut und du dürftest diese Plakete gravieren.
00:07:15: Welcher Spruch würde da drauf
00:07:17: stehen?
00:07:19: Ich glaube ich würde das jetzt nicht unbedingt auf meinen Beruf beziehen.
00:07:22: Ich würde einfach irgendwie...ich würd schön finden wenn wir alle irgendwie in Frieden leben könnten dass sowohl Mensch und Tier quasi ja in Eintracht sind.
00:07:38: Was würde ich schön finden?
00:07:40: Dankeschön.
00:07:41: Gerne!
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