Im Gespräch mit Rita Dan-Abia | Sozialpädagogin & praktische Psychologin
Shownotes
Was wäre, wenn Krieg nicht nur eine Nachricht ist – sondern ein Leben von heute auf morgen komplett verändert? In dieser Folge spricht Business Coach Melanie Bödecker mit Rita Dan-Abia, Sozialpädagogin und praktische Psychologin aus der Ukraine. Rita erzählt, wie sie mit ihrer Tochter nach Beginn des Krieges fliehen musste – mit einem normalen Rucksack und einem kleinen Kinderrucksack, ohne Koffer, ohne Plan, aber mit dem Ziel: Sicherheit. Es geht um Ankommen in Deutschland, um Unterstützung durch Menschen vor Ort, um den Wunsch zu arbeiten, um Jobcenter-Erfahrungen und um die schwierige Verbindung zur Ukraine, die bleibt. Und ihre Mutter, die als Krankenschwester das Land nur kurz verlassen darf, weil sie in der Ukraine gebraucht wird. Ihr größter Wunsch: dass nie wieder Krieg kommt.
🎧 Ideal für alle, die einen persönlichen, berührenden Einblick in Flucht, Ankommen, Heimat, Arbeit und Menschlichkeit bekommen möchten – und sich daran erinnern wollen, wie kostbar Frieden ist.
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Transkript anzeigen
00:00:03:
00:00:25: Ich komme aus der Ukraine, ich bin Sozialpädagogin und praktische Psychologin.
00:00:30: Aber jetzt arbeite ich in Betreuung!
00:00:35: Aus der Ukraine.
00:00:36: Seit wann bist du jetzt in Deutschland?
00:00:39: Seit vier Jahren.
00:00:41: Und bist mit deiner Tochter quasi aus der Ukraine nach Deutschland
00:00:46: gekommen?
00:00:46: Ja, genau.
00:00:48: Hat das mit dem Krieg zu tun gehabt?
00:00:53: Ja wenn diese Situation wir gesehen... Nach zwei Tagen wir direkt gefahren nach Poland Und von Poland, wir gefahren nach Berlin.
00:01:07: Von Berlin, wir Gefahren nach einer ukrainischen Lager in Syl und von Syl ich bekomme nach Erfstadt.
00:01:19: D.h.,
00:01:20: dir wurde Erbschat zugewriesen oder wie kann man sich das vorstellen?
00:01:24: Nein hier war eine meine Freundin.
00:01:26: Ah okay
00:01:27: also wie war überhaupt deine Idee?
00:01:30: Ich gehe nach Deutschland.
00:01:32: Um einundzwanzigste Jahr arbeite ich in einer iranischen Familie, in Köln.
00:01:40: Ich arbeitete da nur drei Monate und gewollte für eine Frau.
00:01:46: Und ... Kölne war direkt in meinem Herzen.
00:01:48: Das war sehr schön ... Ja, um diese Zeit, das war Corona-Zeit, alles war zu.
00:01:55: Aber wenn ich gesehen diese Stadt ... Diese Stadt direkt kommt zu meinem Herz.
00:02:01: Ich habe zu mir gesagt, ich komme noch einmal hier.
00:02:07: Ich gekommen seit vier Jahren.
00:02:10: Ja schön!
00:02:12: Kann ich nachvollziehen die Liebe zu Köln?
00:02:15: Du hast ja mit deiner Tochter zusammen die Koffer gepackt.
00:02:19: Wir haben nicht Koffe, weil wir darf nicht nehmen.
00:02:23: Wir waren nur mit einem normalen Rucksack und einer ... Kleine Kinder
00:02:29: rucksack.
00:02:30: Weil alles Sache Leute muss rauslassen, weil in eine wagen war ungefähr Zwei hundert dreihundert leute Niemand kann sitzen wir stehen ganze zeit
00:02:47: das ist ja quasi nur der anfang kommt dann über polen nach deutschland In die nähe von köln.
00:02:55: und wie war dann hier der start für euch?
00:03:00: So, wir gekommen zum eine deutsche Familie.
00:03:04: Wir war da ungefähr ein bisschen mehr als ein Monat und danach diese deutsche Familie gefunden für mich eine Wohnung.
00:03:13: Und sie hat mich geholfen mit Dokumenten, viel zu tun.
00:03:19: Und dann hattest du Erlebnisse mit dem Jobcenter?
00:03:22: Oh!
00:03:23: Meine Lieblingsthema... Für mich.
00:03:28: ja, danke für die Jobcenter.
00:03:30: Aber ich finde das in einem Moment komplett reicht.
00:03:36: Ja natürlich wenn du gehen nicht arbeiten und du kommst Geld einfach so... ...für Menschen Leute ist das gut aber ich kann nicht zu Hause bleiben ganze Zeit.
00:03:51: Und für mich war Du musst immer sagen wo gehst du?
00:03:56: Wann gehst Du...?
00:03:58: Wenn willst du Urlaub machen, das auch alles kontrollieren.
00:04:02: Und deswegen jetzt ich habe nichts zu tun in den Jobzentren.
00:04:06: Ja
00:04:06: weil du jetzt einen Job hast!
00:04:08: Das was ich ja sowieso auch immer so erlebt hab von dir ist Du willst arbeiten?
00:04:14: Ich kann mir auch vorstellen dass es nicht so einfach ist wenn man etwas gelernt hat, einen ordentlichen Job hat und dann in ein anderes Land muss ausgründen Und da quasi ja irgendwie bei null anfängt.
00:04:29: Du hast den Weg nach Deutschland gefunden, aber hast natürlich auch die Verbindung weiter in die Ukraine?
00:04:38: Wie ist das für dich mit diesem Abstand da so hinzuschauen und das mitzukriegen wie furchtbar das da ist?
00:04:47: Sehr schwer!
00:04:49: Was jetzt ich genau verstehe?
00:04:51: diese Krieg?
00:04:53: alles geht schlimmer und schlimmer.
00:04:56: War das denn überhaupt so absehbar für euch?
00:04:59: Also habt ihr das geahnt?
00:05:01: Ja, aber das war ... Leute natürlich reden wegen des.
00:05:06: Und wir haben das im Fernsehen.
00:05:07: Aber das war nie eine Sekunde in meinem Kopf!
00:05:10: Jetzt und diese Zeit krieg ich niemals alles schlafen.
00:05:14: Das war vier Uhr.
00:05:17: Ich hab
00:05:18: selber ja so ne Szene mit dir gehabt wo ich dachte oh da habe ich mal hier Fettnäpfchen mit beiden Beinen mitgenommen.
00:05:25: Du hast letztes Jahr erzählt, dass du mit deiner Mutter Urlaub machst.
00:05:29: Und ich habe so gefragt ja warum ist denn deine Mutter eigentlich nicht mitgekommen?
00:05:35: Dann hast du was gesagt!
00:05:37: Sie darf nicht weil sie ist Krankenschwester.
00:05:41: Sie darf nur maximal ein Monat lassen in unserem Land.
00:05:47: Sie dürfen nicht, weil um diese Zeit jedes Krankenhaus funktioniert.
00:05:53: Natürlich, wir haben mehr Patienten und mehr Soldaten.
00:06:00: Und sie hat viel zu viel Arbeit jetzt.
00:06:05: Sie darf nicht!
00:06:06: Weil wenn etwas schwer passiert in unserer Stadt... ...sie muss direkt gehen auch.
00:06:14: Ja das war für mich so ein Augenöffner weil ich dachte ja klar es können ja nicht alle Frauen und Kinder daraus.
00:06:23: überhaupt so ein Land funktioniert.
00:06:25: Wenn du auf diese ganze Situation guckst, was wäre so einen Wunsch von dir für die Zukunft oder für die Welt?
00:06:34: Erste Wünsche?
00:06:35: Keine Krieg!
00:06:36: Weil früher ich würde diese Worte kriegen nur von meiner Oma.
00:06:41: Dann habe ich gedacht, was ist das Krieg?
00:06:43: Ja, Krieg dann Krieg, das war... Nein jetzt, ich verstehe, was es das Kriegt.
00:06:48: Wunscht für dich?
00:06:50: Neue
00:06:51: Arme.
00:06:52: Wenn du einen Job suchst, was für ein Job würdest du gerne machen in Vollzeit?
00:06:58: Auch eine Betreuung von Beruf.
00:07:01: Ich bin Sozialpädagogin und praktische Psychologin
00:07:05: Und du würdest gerne in dem Job auch arbeiten?
00:07:08: Ja Früher bei mir war auch eine Idee mit alteren Leuten arbeiten.
00:07:15: Das gefällt mir sehr.
00:07:21: Mal angenommen ich schenk dir eine Bank Kannst du hinstellen, wo du willst und da ist so eine kleine Plakette drauf.
00:07:29: Und da steht ein Spruch oder eine Weisheit was würde auf der Bank
00:07:34: stehen?
00:07:36: Ich sage... Was ich denke vielleicht etwas wie kommt nie Krieg wieder?
00:07:44: Etwas so
00:07:46: Wie würdest du es auf ukrainisch sagen?
00:07:50: Ich hab ne Bulovini.
00:07:53: Danke dir!
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