#62 Hass im Netz
Shownotes
Was wäre, wenn Hass im Netz nicht nur einzelne Menschen trifft – sondern ganze Stimmen aus öffentlichen Räumen verdrängt? In dieser Folge spricht Business Coach Melanie Bödecker über Hass im Netz und darüber, was digitale Gewalt mit Menschen macht. Ausgehend von einem Vortrag von Anna-Lena von Hodenberg, Gründungsgeschäftsführerin von HateAid, beschreibt Melanie, warum Angriffe im Netz dazu führen können, dass Menschen vorsichtiger werden, weniger posten oder sich ganz aus öffentlichen Debatten zurückziehen. Es geht um Sichtbarkeit, Solidarität und die Frage, wie schnell abwertende Kommentare Energie kosten können, selbst wenn sie im Vergleich zu massiver digitaler Gewalt nur ein kleiner Ausschnitt sind. Melanie teilt eine eigene Erfahrung mit Kommentaren unter einer Werbeanzeige und greift drei zentrale Impulse auf: solidarisch sein, Frauen unterstützen und Banden bilden. Zum Abschluss lädt eine kurze Meditation dazu ein, das Thema sacken zu lassen, bei sich anzukommen und bewusst zu schauen, wen wir heute stärken können. 🎧 Ideal für alle, die sich mit Sichtbarkeit, digitaler Gewalt, Solidarität und weiblicher Präsenz im Netz beschäftigen und einen achtvollen Impuls gegen Rückzug und Vereinzelung brauchen.
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Transkript anzeigen
00:00:03: Acht voll, dein täglicher Business-Atemzug.
00:00:11: Acht volle Minuten Inspiration durch Meditation von und mit Business Coach Melanie Bödiker.
00:00:19: Mein Thema heute?
00:00:21: Hass im Netz!
00:00:24: Letzte Woche war ich auf einer Netzwerkveranstaltung hier in meiner Wahlheimat habe viele interessante Vorträge gehört.
00:00:33: es waren wunderbare Atmosphäre obwohl ich tendenziell solche Veranstaltungen nicht so gern hab Besonders der Vortrag von Annalena von Hodenberg, Gründungsgeschäftsführerin von Hate Aid.
00:00:46: Der beschäftigt mich noch immer!
00:00:49: Hate Aid ist eine gemeinnützige Organisation die Menschen unterstützt, die Hass und Gewalt im Netz erleben – unter anderem mit Beratungen aber auch mit Hilfe bei rechtlichen Schritten.
00:01:02: Sie sprach darüber was digitale Gewalt bewirkt.
00:01:07: Menschen überlegen nämlich genauer, was sie wann wo wie veröffentlichen und ob Sie das überhaupt noch machen wollen.
00:01:16: Manche ziehen sich nämlich ganz aus den öffentlichen Gesprächen zurück.
00:01:21: Sie können und wollen diese Angriffe einfach nicht mehr aushalten!
00:01:26: Und das betrügt mich denn wenn Frauen ihre Stimmen zurückhalten dann fehlen diese Stimmen in den sozialen Medien, in gesellschaftlichen Debatten vielleicht einfach auch im Arbeitsalltag.
00:01:40: Vielleicht kennst du auch diesen Gedanken, den man manchmal in der Zusammenarbeit hat.
00:01:45: muss ich das jetzt wirklich sagen?
00:01:47: Habe ich die Energie für die Reaktion?
00:01:51: und manchmal lautet die Antwort ne heute nicht.
00:01:55: Ich kann das inzwischen auch ein kleines bisschen besser nachvollziehen.
00:01:59: Ich habe nämlich vor Kurzem eine Werbeanzeige für meinen neuen Selbstcoaching-Kurs geschaltet.
00:02:06: In diesem Kurs geht es darum, schwierige Arbeitssituationen zu sortieren und einen klaren nächsten Schritt zu finden – etwas das ich mit viel Erfahrung und einer achtvollen Absicht entwickelt habe.
00:02:20: Unter der Anzeige kamen sofort Kommentare die mein Angebot oder sogar mich abgewertet haben!
00:02:27: Manche kamen von Fake Accounts Bei anderen saß dann Mensch hinter.
00:02:33: Und natürlich darf man meinen Angebot kritisch sehen, niemand muss meinen Kurs kaufen und gut finden aber zwischen Kritik und dem Wunsch jemanden öffentlich klein zu machen ist doch ein Unterschied!
00:02:49: Ich habe gemerkt wie schnell mich so etwas Energie kostet und verglichen mit dem was Menschen erfahren die über längere Zeit bedroht oder sogar massiv angegriffen werden War das ja jetzt wirklich ein Fliegenschiss?
00:03:03: Aber dieser kleine Ausschnitt hat mir gezeigt, wie leicht die Frage auftaucht.
00:03:10: Will ich mich dem nochmal aussetzen!
00:03:14: Die Geschäftsführerin von Hate Aid hatte drei wichtige Lösungen, die ich achtvoll unterstreichen möchte.
00:03:22: Sie sagte seit solidarisch – lasst Menschen die Angegriffen werden nicht allein.
00:03:29: Jetzt müsst ihr nicht in jede Kommentarspalte mit reingöbeln.
00:03:34: Es geht darum, demjenigen derjenigen die angegriffen wird zu sagen ich sehe das, ich finde es nicht gut.
00:03:42: Ich stehe zu dir.
00:03:45: Unterstützt Frauen die sichtbar werden.
00:03:48: Ein ehrlicher Kommentar ein Teil Oder eine ermutigende Nachricht können viel bedeuten.
00:03:55: Und nicht erst, wenn die Frau bewiesen hat dass sie super mega erfolgreich sein kann sondern schon viel vorher Denn viel viel vorher braucht die das und bildet Banden!
00:04:10: Vernetzt euch, sprecht miteinander und bleibt sichtbar.
00:04:17: Ich würde noch ergänzen, trefft euch auch wieder im echten Leben.
00:04:20: Leg das Handy weg!
00:04:21: Geht zusammen raus in die Natur ins Gespräch.
00:04:24: Dort spüren wird doch wie für Kraft im menschlichen Nier steckt.
00:04:33: und nun lasst es alles mal sacken und setz dich bequem hin.
00:04:42: Nimm einfach einen tiefen Atemzug ein und wieder aus und spür man nach, wie du da jetzt so sitzt was dein Nacken macht, deinen Kiefergelenk Dein Kopf ist der leicht auf den Schultern oder bist du irgendwie angespannt.
00:05:07: Und mit dem nächsten Ausatmen lass diese Anspannung einfach mal aus dir rausfließen und spüre einfach mal rein in deinen Körper, fühl mal ob du irgendwas auf deiner Haut spüren kannst entweder deine Anziehsachen oder den Wind.
00:05:52: Wenn jetzt Gedanken aufkommen oder auch noch Gedanken an einem Thema hängen Dann heißt die einfach willkommen und verabschiede sie sofort, lasse sie ziehen.
00:06:03: Und versuche einfach nur ganz kurz bei dem Atem anzukommen.
00:06:11: Wie atmest du heute eigentlich?
00:06:32: Wenn Du soweit bist dann komm langsam zurück in diesen Raum!
00:06:42: Vielleicht schaust Du heute mal wen von den Frauen in Deinen Kontakten kannst Du mal so richtig gut unterstützen Mit einem Kommentar, mit einer Motivationsrede.
00:06:56: Mit irgendetwas in die Richtung und auch wenn ich einen Grad meine Profession erreicht habe der mich sehr selbstsicher durch meinen Arbeitsalltag führt.
00:07:08: Auch Ich kann mit Feedback unheimlich viel anfangen Und auch ich brauche von außen mal das ein oder andere lächeln was mir per Daumen hoch, Sternchen, Abo was auch immer zugeworfen wird.
00:07:28: Natürlich nur wenn es dich anspricht das was ich hier mache.
00:07:33: allerdings sind wir fast am Ende dieser acht Minuten also so schlecht kann's jetzt auch nicht gewesen sein.
00:07:44: Machs gut und bleibt acht!
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