#63 im Gespräch mit Manuela Roggow | Inhaberin Medifit Erftstadt
Shownotes
Was wäre, wenn Aufgeben keine Option ist – aber der Körper irgendwann trotzdem Stopp sagt? In dieser Folge spricht Business Coach Melanie Bödecker mit Manuela Roggow, Studiobetreiberin des Medfit Erftstadt. Manuela erzählt, wie sie nach vielen Jahren freiberuflicher Tätigkeit den Schritt in die Selbstständigkeit als Studiobetreiberin gegangen ist – und kurz darauf mit Corona, Schließungen und später auch noch der Flut vor enormen Herausforderungen stand. Es geht um Verantwortung, Durchhalten, Teamgeist, ehrliches Arbeiten und einen sehr individuellen, achtvollen Blick auf die Menschen im Kurs. Manuela berichtet, wie aus der Kursleiterin eine Chefin wurde, warum sie ihre Trainer*innen nicht nur delegierend führt, sondern gemeinsam mit ihnen weiterentwickelt – und warum Leidenschaft für die Arbeit manchmal auch dazu führen kann, die eigenen Grenzen zu übergehen. Zum Schluss wird es sehr persönlich: Manuela spricht darüber, wie ihr Körper ihr ein deutliches Signal gegeben hat. 🎧 Ideal für alle, die viel Verantwortung tragen, mit Herzblut arbeiten und sich daran erinnern möchten, dass achtvoll sein auch bedeutet, sich selbst nicht zu vergessen.
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Transkript anzeigen
00:00:03: Acht voll, dein täglicher Business-Atemzug.
00:00:11: Acht volle Minuten Inspiration
00:00:13: durch
00:00:13: Meditation von und mit Business Coach Melanie Bödecker Im Gespräch mit...
00:00:20: ...Manuela Hogoff.
00:00:22: Hallo Manuela!
00:00:23: Wer bist du?
00:00:23: Was machst du?
00:00:25: Ja wer bin ich?
00:00:25: Ich bin Studiebetreiber in das Medi-Fit-Erf statt seit sieben Jahren jetzt und seit fünfhundert Jahre freibaruflich tätig gewesen ... dann gedacht ich, wir machen Schätzchen draus.
00:00:35: Echtes Schätzje?
00:00:36: Ein echtes Schätzje!
00:00:37: Ich bin hier seit fünfzehn Jahren reiberuflich tätig... ... hab Kurse geleitet und mag die Menschen hier.
00:00:44: Und das war so für mich eine Intention nicht mehr... ... für andere zu arbeiten sondern für mich zu
00:00:48: arbeiten.
00:00:49: Wenn du sagst, seit sieben Jahren hat es ja direkt auch ein paar Herausforderungen, ne?
00:00:53: Ja mit denen niemand gerechnet hätte sind's jetzt wahrscheinlich nicht gemacht.
00:00:58: Ja, ich habe einen ersten Januar, zwanzig, dieses Studiöhe übernommen und habe dann zwei Monate später die Schließung durch Corona gehabt.
00:01:06: Und erst mal gedacht, okay was jetzt?
00:01:10: Haben wir aber gemeistert weil es nur zwei Monate waren... ...und dann kam im November bei der nächsten Schließungszeit.
00:01:16: Die uns vor Weiteren eine Herausforderung stellte wie überlebt dieser Laden hier in Weihnachten.
00:01:21: Ich natürlich als Einzelbetreiber alles auf eine Karte setze.
00:01:24: Mit einem guten Team, was ich wirklich hab und das schätze ich sehr haben wir dann Online-Kurse gegeben.
00:01:30: um über das hart zu bleiben Wir haben wirklich geackert vor der Kamera, was wir überhaupt alle gar nicht gerne machen.
00:01:36: Obwohl wir tagtäglich vor Leuten stehen.
00:01:38: Was wir Menschen hier machen als Kurzleiter ist die Menschen als Ganzes zu sehen, Gesundheit zu sehen.
00:01:45: Wir sehen gar nicht uns im Spiegel.
00:01:47: und dass jede einzelne, der hier arbeitet das ist sehr selten weil viele sich immer selber hübsch im Spiegel finden und wir sind einfach wie wir sind Und das ist das was uns ausmacht Das ehrliche Und das ist auch das, was ich gesucht habe.
00:02:02: Ehrlich zu arbeiten und so arbeite ich schon seit Jahren.
00:02:05: Ich bin ja eigentlich Ballsportlerin und ehrlicherweise hier sind mir zu wenig Bälle aber ich komme ja trotzdem hin.
00:02:18: Aber es sind natürlich auch so Szenen wo ich denke ah irgendwie ist das hier anders.
00:02:23: Ich glaube, es ist so eine Art freundschaftlich.
00:02:26: Also ich habe dich noch im Blick wie ein Kurs gemacht wurde und du durch die Scheibentür gekommen bist um was zu korrigieren weil du weißt dass der Mensch da gerade irgendwie einen Gleitwirbel hat oder was auch immer.
00:02:40: dieses wirklich individualisierte dieser achtvolle Umgang den finde ich hier sehr besonders.
00:02:48: Ja, das ist es auch.
00:02:49: Das ist das was ich möchte.
00:02:51: Ich möchte nicht dass man den Kurs so abspulen möchte Dass wir jeden einzelnen Menschen dem im Kurs haben, dass wir ihn sehen, dass sie ihn kennen und dass wir ihm helfen können dass wir sowohl den gesunden Menschen weiterhelfen können als auch den kranken Menschen im gleichen Kurs.
00:03:05: Und das is für mich mein Job!
00:03:07: Das ist für mich Leidenschaft!
00:03:08: Leidenschaft an meiner Arbeit und kein Abspulen
00:03:12: Und dieses Zwitschern von der Freiberuflichen hin zu Chefin.
00:03:17: Wie war das so für dich?
00:03:19: Viele Dinge nicht bedacht.
00:03:20: Ich habe gedacht, euch kennen alle Leute hier ist alles tolles als kuschelig hier.
00:03:23: nein wenn die Seite wechselst hast du eine Verantwortung und diese Verantwortung musst ich hineinwachsen.
00:03:29: Das hat auch um mich wachse immer noch hinein das kann ich sagen dass man sieben jahren da reingewachsen ist.
00:03:34: aber du bist härter.
00:03:36: Du wirst härter in dem Sinne Dass du Weiß wie viele verantworten du trägst jeden einzelnen.
00:03:42: Die Mannschaft trennt sich so ein bisschen.
00:03:44: Du bist nicht mehr mittendrin, du bist sondern außen vor.
00:03:48: Aber nicht negativ gemeint!
00:03:49: Du merkst das in bestimmten Situationen.
00:03:52: Früher hast du mit dem Gespräch mit deinen Kursleitern gehangen.
00:03:55: heute bist du zwar auch mittendrinnen aber kriegst nicht mal alles mit.
00:03:59: Das ist auch in Ordnung so weil ich denke die Leute müssen ihr eigenen Bereich für sich haben und ich bin halt derjenige der die Fäden zieht.
00:04:07: Aber mit meinen Leuten, meine Leute haben immer das Recht zu sagen hey, Idee mit reinzubringen.
00:04:11: Da bin ich ja dankbar auch drum weil wir wachsen so auch zusammen und da bin ich nicht gerade die... Ich bin nicht die Chefin, die oberklug scheißant da oben drüber sitzt sondern die mitmacht und die nicht nur delegiert.
00:04:23: Corona gab es dann die nächste Herausforderung weil ihr wart hier auch von der Flucht betroffen?
00:04:28: Ja!
00:04:29: Ich hatte sechs Wochen geöffnet War superglücklich, hatte zwar noch keine Sauna, keine Duschen aber dann hatten wir das Wasser nach sechs Wochen hier drin stehen.
00:04:38: Und das war für mich dann nochmal so ein Schlag wo ich wirklich gesagt habe ich hab wirklich im wahrsten Sinne die Schnauze voll Ich kann nicht mehr...ich weiß nicht was ich hier noch machen soll.
00:04:47: Die ersten vier Wochen waren so ohnmächtig.
00:04:51: Was machst du?
00:04:53: Wie kannst du es denn aufrechterhalten?
00:04:54: oder man kann sich vorstellen du hast keine Rücklagen nicht mit der Schließung und nicht mit den Hilfen in Anführungsstrichen.
00:05:01: Also steckst du deine Rente hier rein, die über Jahre als Freiberufler und sagst komm wir machen das.
00:05:06: aber das hatte ich eigentlich nur durch den Rückhalt meiner Familie.
00:05:10: Mein älterster Sohn, der sagte Mama aufstehen weitermachen!
00:05:14: Du wolltest es haben mach es weiter!
00:05:16: Aufgeben ist keine Option, dass ist das was sich meinen Kindern einfach sagen.
00:05:19: Aufgeben is keine Option weil dann...
00:05:21: Was gibt's denn?
00:05:22: Weitermachen Es gibt schon irgendeine Lösung
00:05:26: Wie ich finde, viele Kursen.
00:05:27: Viele ausgebuchtete Kurse.
00:05:31: Kann man auch zu viel Sport machen?
00:05:33: Ja!
00:05:34: Ich glaube dass wir Trainer den Sport nicht für uns machen.
00:05:37: Wir Trainer, wir leben davon und es ist unsere Arbeit weder andere acht Stunden arbeitet wie hier.
00:05:42: Christina hat morgens drei vier Stunden.
00:05:44: das ist kein sport für sich selber.
00:05:46: du hältst dich fit natürlich keine frage.
00:05:48: aber am gewissen maße sind wir körperlich extrem belastet weil wir haben keine regenerationsphase Ich wüsste nicht, wo.
00:05:56: Wir legen die Kurse schon immer so oder die Stunden so, dass sie sowohl für den Kunden zwei Stunden hintereinander machen kann, das man sagen kann hat eine leichte und etwas stärkere Stunde, dass man es verbinden kann und auch der Trainer ein bisschen verbinden können.
00:06:09: Du hast ja auch so eine Art... So der freundliche Drill Instructor würde ich sagen?
00:06:15: Ja,
00:06:15: sonst funktioniert er nicht!
00:06:17: Mit Pino More aber trotzdem irgendwie guten Zug drin wenn du selber diese Kurse machst.
00:06:24: Und das alles hier rockt klar mit deinem Team, aber eben auch alleine.
00:06:29: Wo bist du achtvoll mit dir?
00:06:31: Das ist ganz furchtbar zu sagen weil ich viele Menschen immer sagen dass sie so umgehen.
00:06:35: Also dass die wirklich auf sich achten sollen.
00:06:37: Ich rede davon jeden Tag setze davon mir selbst nichts um.
00:06:41: Nichts!
00:06:44: Ja es vor drei Wochen dass ich das zurückgekriegt habe durch einen kleinen Hirnschlag der gesagt hat jetzt ist Feierabend und jetzt fange ich an mich zu denken.
00:06:55: Das hoffe ich sehr.
00:06:56: Nee, das ist auch wirklich so!
00:06:59: Du wirst bewusster mit dir selber weil es ja aus dem Grund passiert.
00:07:03: Ich mache das hier sehr gerne und ich merke auch gar nicht manchmal wie vieles ist.
00:07:07: aber ich glaube der Körper hat eine Grenze.
00:07:10: Manuela mal angenommen, ich schenke dir eine Bank und die darfst du hinstellen wo du willst und da ist noch ne kleine Plakette drauf.
00:07:18: was
00:07:18: würde auf deiner Plakete stehen?
00:07:21: Es ist so
00:07:22: schwierig weil ich habe nie wirklich gelernt darüber nachzudenken, was will ich für mich?
00:07:29: Ich würde wirklich egoistischerweise und ich bin in keinster Weise egoistisch sagen, denk an dich.
00:07:40: Ich danke dir!
00:07:41: Danke auch!
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